Wer in den Sommerferien wegen der Corona-Pandemie oder um das Klima zu schützen auf Flugreisen verzichten will, könnte sich den Radfernweg Berlin-Kopenhagen anschauen. Die Tour ist für alle geeignet, die gerne entspannt reisen aber dabei in Bewegung bleiben wollen und aufgrund der geringen Steigungen auch für Anfänger und Familien. 

Insgesamt führt die Strecke über etwa 650 km durch Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, ein kleines Stück mit der Fähre über die Ostsee und durch Dänemark. Je nach sportlichem Anspruch und der individuellen Planung von Unterkünften und Sehenswürdigkeiten lassen sich die Tagesetappen anpassen. Hier gibt es zum Beispiel eine Kollektion von 15 Etappen über 6 bis 13 Tage mit mit etwa 3-6h Radtour pro Tag: (https://www.komoot.de/collection/504/der-radweg-berlin-kopenhagen).

Und unterwegs gibt es so viel zu sehen, dass man sich ruhig etwas Zeit lassen sollte. Auf (http://www.bike-berlin-copenhagen.com/de) findet ihr nützliche Informationen über die drei Etappen Brandenburg, Mecklenburg und Dänemark, sowie Übernachtungsmöglichkeiten, Routenbeschreibungen und einiges an Tipps und Ideen für Aktivitäten oder Sightseeing auf der Strecke. Außerdem kann man sich die entsprechenden GPS-Koordinaten (in beide Fahrtrichtungen) herunterladen. Der Radweg ist zwar ausgeschildert, aber so kann man (offline) während der Fahrt überprüfen, ob man auf der richtigen Route ist oder auch nach einem spontanen Abstecher sicher zurück finden.

Der Radweg ist ein Teilstück der „EuroVelo-Route 7“ (auch „EV7“ oder „Sonnen-Route“) vom Nordkap nach Malta, sowie ein Teilstück der „D-Route 11“ von Rostock nach Salzburg. An der Landesgrenze Berlin-Brandenburg verläuft er zusammen mit dem Berliner Mauerweg. In Dänemark ist die Route ein Teilstück der „Nationalroute 9“ von Helsingør nach Gedser.

Beliebte Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sind zum Beispiel die Innenstadt von Berlin, das Schloss und der Schlosspark Oranienburg, die Residenzstädte Neustrelitz und Güstrow, der Müritz Nationalpark mit seinen zahlreichen Seen, Rostock, Nykøbing, die Klippen von Møns und Stevns und natürlich die Stadt Kopenhagen. Auf der dänischen Route verläuft der Radweg größtenteils in der Nähe der Ostseebuchten und man kann unterwegs schnell mal ins Meer springen.

Eine spannende Abwechslung ist auch die Überfahrt von Rostock nach Gedser mit der Fähre. Die Schiffe fahren bis zu 10x täglich (variiert nach Saison) und brauchen ca. 2 Stunden. Der Ticketkauf ist online (https://www.scandlines.de/tickets-und-tarife/tickets-und-preise/rostock-gedser) oder auch vor Ort möglich. Gerade in der Hochsaison können die Fähren auch mal voll sein, für Fahrräder ist aber meist trotzdem genug Platz. Fahrräder werden übrigens zuletzt, also erst nach den Autos aufgeladen. So oder so sollte man jedoch etwas Zeit am Hafen einplanen, mindestens 30min um entspannt alles zu finden. 

Hinsichtlich der Unterkunft gibt es auf der gesamten Route zahlreiche Möglichkeiten wie Hotels, Hostels, Ferienwohnungen und kleinere Pensionen, wobei natürlich gerade in den Sommerferien und während der Corona-Pandemie eine frühzeitige Buchung Sinn macht. Wer etwas mehr Abenteuer sucht, packt ein Zelt und alles was dazu gehört ein und ist mit Campingplätzen etwas flexibler. Übernachtungen findet ihr zum Beispiel hier: (https://www.bettundbike.de).

Zwischendurch sind natürlich auch Strecken mit dem Zug möglich. Wer nicht die ganze Strecke selbst fahren will, baut sich einfach kleinere Bahnfahrten ein oder fährt mit dem E-Bike. Letzteres bietet sich gerade mit kleinen Kindern an, da mit dem E-Bike ein Kinder- oder Gepäckanhänger locker transportiert werden kann. Auch die Rückfahrt mit Bahn, Fernbus oder Mietwagen ist eine beliebte Option.

Plant einfach ein bisschen mehr im Voraus, aber nehmt euch dann auf jeden Fall genug Zeit um die Natur- und Kulturschätze in Ruhe entdecken und auch mal spontan sein zu können. Hauptsache ihr habt Spaß und genießt die frische Luft und die wunderschönen Regionen rund um die Ostsee!

 

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