Der erste deutsche Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 7. Oktober 1970 eröffnet und wird 2020 beeindruckende 50 Jahre alt. Das große Fest der Region fällt zwar aufgrund des Corona-Virus aus, ein Besuch lohnt sich aber trotzdem.

Das mehr als 24.000 Hektar große Waldgebiet befindet sich etwa zwei Autostunden von München entfernt, auf halber Strecke nach Prag, unweit der österreichischen Grenze und somit im Herzen Europas. Zusammen mit dem Nachbar-Nationalpark Šumava in Tschechien bildet der Bayerische Wald das größte zusammenhängende Waldschutzgebiet Mitteleuropas und erstreckt sich entlang der tschechisch-bayerischen Grenze (zwischen Bayerisch Eisenstein im Landkreis Regen und Mauth im Landkreis Freyung-Grafenau).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Nationalpark lockt jährlich etwa 1,3 Besucher in die Natur. Er gilt als Hotspot für Biodiversität, Lebensraum für seltene Arten wie Luchs und Auerhuhn, als ein wertvolles Forschungsrefugium und Zentrum der Umweltbildung für Groß und Klein.

Auf dem 350 km umfassenden Wanderwegenetz kommen Naturliebhaber mit sportlichem Anspruch oder auf entspannten Entdeckungstouren auf ihre Kosten. Daneben gibt es Radwege von insgesamt 200 km und im Winter 80 km gespurte Loipen zum Skilanglauf. Über 70% des Naturparks Bayerischer Wald sind „Naturzone“, das heißt hier gibt es keinerlei menschlichen Eingriff und der Wald kann sich ganz natürlich entwickeln.

Einen schönen Startpunkt für das Naturerlebnis bilden die beiden Nationalparkzentren Lusen (bei Neuschönau) und Falkenstein (bei Ludwigsthal). Hier gibt es Informationen, spannende Ausstellungen und große Tierfreigehege. Zudem können Besucher den Baumwipfelpfad, verschiedene Pflanzen- und Gesteinspfade und die Steinzeithöhle entdecken. (weitere Infos findet ihr hier: https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/besucher/einrichtungen/npz_lusen/index.htm und https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/besucher/einrichtungen/npz_falkenstein/index.htm)

Daneben gibt es Informationsstellen in Bayerisch Eisenstein, Zwiesel, Frauenau, Spiegelau, Mauth und Freyung. Spannend für Kinder ist außerdem das Waldspielgelände in Spiegelau (dort findet sich auch die Naturkneippanlage) und das Hirschgehege Scheuereck. Und wer an der ausführlichen Geschichte des Nationalparks interessiert ist, sollte sich das Wald-Museum St. Oswald nicht entgehen lassen.

Wandern nach Thema:

Grundsätzlich gibt es im Bayerischen Wald zwei Kategorien von Wegen: Rundwege (Tiersymbol auf gelbem Untergrund) kommen stets zurück zum Ausgangspunkt zurück, Streckenwege (Pflanzensymbole auf weißem Untergrund) führen von A nach B. In mehreren Tagesetappen können darüber hinaus die Fernwanderwege – wie der „Goldsteig“ als längster Fernwanderweg Deutschlands oder der Europäische Fernwanderweg „E6“ – bezwungen werden. Spannend sind vor allem auch die kurzen Erlebniswege wie der Seelensteig und der Aufichtenwaldsteg unterhalb des Rachels, der Naturerlebnispfad im Waldspielgelände, der Windwurf-Erlebnispfad am Falkenstein, der Erlebnisweg Schachten und die Filze (Hochmoore) bei Frauenau und der Erlebnisweg durch das Urwaldgebiet „Hans-Watzlik-Hain“ bei Zwieslerwaldhaus.

Eine Übersicht über die Naturerlebniswanderungen, inklusive Donauweg, Moorwanderungen, Wildbäche, Kräuter- und Bienenwege, findet ihr hier (https://www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Wandern/Naturerlebnis-Wanderungen).

Markante Gipfel zum erwandern sind zum Beispiel der Großer Rachel (1453 Meter) mit dem natürlichen Bergsee „Rachelsee“, der Lusen (1373 Meter), der Große Falkenstein (1315 Meter) und der große Arber als dem höchsten Gipfel im Bayerischen Wald (1456 Meter). Schöne Aussichtspunkte findet ihr hier (https://www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Wandern/Aussichtspunkte), die Hochmoore (Filze) können hier erwandert werden (https://www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Nationalpark-Naturparke-mehr/Filze-Hochmoore).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Wildtiere des Nationalparks wie Luchs, Fischotter, Auerhuhn und Habichtskauz können hier bestaunt werden. Oder wie wäre es mit einer geführten Esels- oder Alpakawanderung? (https://www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Wandern/Tiererlebniswanderwege)

Wandern auf der Spur von Mythen über Riesen, Hexen und sagenumwobene Felsformationen: (https://www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Kultur-Kulinarik/Sagen-Mythen).

Auch Pilgerwege gibt es im Bayerischen Wald zuhauf: (https://www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Wandern/Pilgerwege). Kultur und Handwerk, wie Mühlen, Burgen, Kapellen und Glashütten, kann auf den historischen Rundwegen entdeckt werden (https://www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Wandern/Kultur-Wanderwege).

Außerdem laden malerische Dörfer mit imposanten Kirchen und anderen Baudenkmälern sowie traditioneller Handwerkskunst und regionaler Kulinarik ein (https://www.sehenswerter-bayerischer-wald.de/doerfer-schoene-urlaubsorte-in-bayern/ oder https://www.bauernhofurlaub-bayerischerwald.de/Bayerischer-Wald/Der-Bayerische-Wald/Attraktive-Staedte-und-Ortschaften).

 

Hütten und Gasthäuser findet ihr hier:

https://www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Wandern/Huetten-und-Berggasthaeuser

https://www.bayerischer-wald.de/Urlaub-buchen/Gastgeber-suchen-buchen

https://www.bayerischer-wald.org/urlaub-planen/gastronomie

https://www.sehenswerter-bayerischer-wald.de/gaststaetten-niederbayern-wirtshaus/

https://www.bayrischerwald.de

Und obwohl die meisten Gasthäuser und Besucherzentren im Bayerischen Wald wieder offen sind, kann es natürlich durch Vorsichtsmaßnahmen im Rahmen des Corona-Virus zu kleinen Einschränkungen kommen. Informiert euch am besten vor eurer Tour über veränderte Öffnungszeiten und wenn möglich nehmt Reservierungen (zum Beispiel für Restaurants) vor.

Und zuletzt: Helft mit die Natur zu bewahren, bleibt in sensiblen Gebieten wie den Hochlagen und Moorlandschaften auf den ausgewiesenen Wegen um bedrohte Arten zu schützen und lasst selbstverständlich keinen Müll zurück. Viel Spaß beim Wandern!

 

 

 

 

1+
Reisetipps